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Ein erhöhtes Babygewicht bei einer IVF-Behandlung im natürlichen Zyklus

Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob eine hoch-dosierte Hormonstimulation negative Effekte auf das Kind haben kann. Drei Studien geben uns eine erste Antwort auf diese Frage.

Sunkara und Kollegen (2016, Hum Reprod), Mak und Kollegen (2016, Hum Reprod) sowie eine eigene, derzeit zur Publikation vorberetete und beim Jahreskongress der Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Luausanne vorgestellte Studie in Bern haben gezeigt, dass das Geburtsgewicht der Kinder bei einer IVF ohne eine Gonadotropinstimulation im Vergleich zu einer "normalen" IVF höher ist.

Als Grund wird angenommen, dass eine hochdosierte Hormonstimulation die Funktion der Gebärmutterschleimhaut beeinträchtigt. Da aus dieser zusammen mit den Zellen des Embryos der Mutterkuchen entsteht, resultiert möglicherweis manchesmal eine Funktionseinschränkung des Mutterkuchens.

Ob sich diese Gewichtsreduktion auf die spätere Gesundheit der Knder negativ auswirkt, ist jedoch noch unklar und Gegenstand weiterer Untersuchungen, die derzeit auch in Bern durchgeführt werden.

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Bild einer Herzfrequenz mit einem Steoskop im HintergrundInsbesondere in der Schweiz wird zunehmend auf das Risiko hingewiesen, dass eine IVF-Behandlung auch zu funktionellen Veränderungen bei den Kindern führen kann wie eine ungünstige Verteilung des Körperfettes und ein etwas höheren Blutdruck. Mehrere, aber nicht alle Studien zeigen auf, dass ein Zusammenhang mit der IVF-Therapie möglich ist, aber noch nicht gesichert wurde. Auch ist unklar, ob solche Veränderungen für die Gesundheit im späteren Leben von Relevanz sind.

Aber was wären denn potentielle Ursachen dieser Veränderungen?

In Betracht kommen ua.:

  1. eine Disposition der Eltern,
  2. die Hormonstimulation bei der klassischen IVF,
  3. die Befruchtungstechnik im Labor,
  4. die Kultur der Eizellen/Embryonen nach der Befruchtung.

Faktor 1 und 3 kann man nicht ausschliessen.

Faktor 2, die Hormonstimulation, kann hingegen oft vermieden werden, was bei der IVF-Naturelle® ganz oder weitgehend auch geschieht. Es gibt auch eine grosse Studie mit 4-jährigen IVF-Kindern die zeigt, dass Kinder, die nach einer IVF ohne eine starke Hormonstimulation geboren wurden, geringere Blutdruckwerte haben (Seggers et al., Hum Reprod ,2014) als Kinder, die nach einer klassischen IVF geboren wurden. Allerdings sind weitere Studien erforderlich, um diesen Zusammenhang zu belegen.

Faktor 4 ist theoretisch auch vermeidbar oder könnte möglicherweise erheblich reduziert werden. Auch dies ist im Rahmen einer IVF-Naturelle®-Behandlung möglich, da eine Embryoselektion bei nur einem Embryo nicht erforderlich ist. Allerdings muss gesichert sein, dass durch eine sehr frühe Rückführung der befruchteten Eizellen (Zygoten) in den Uterus die Schwangerschaftsrate nicht sinkt. In Bern wird gegenwärtig eine Studie vorbereitet, die dies klären soll.

Somit zurück zur ersten Frage:

Eine IVF scheint einen gesundlichen Effekt zu haben. Möglicherweise kann eine IVF-Naturelle® die Risiken für die Kinder verringern und es gibt dafür auch wissenschaftliche Hinweise. Allerdings sind noch weitere Studien erforderlich, um dies zu bestätigen. Auch in Bern führen wir solche Studien durch und arbeiten intensiv an Lösungen, um dieses potentielle Risiko zu verringern.

Siehe dazu auch "Höheres Babygewicht bei einer IVF im natürlichen Zyklus" unter "News".

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Mikroskop-Untersuchung in einem IVF-Labor.

In der Schweiz ist das PIS inzwischen weitgehend unbegrenzt und in Deutschland und in Österreich bei bestimmten Indikationen erlaubt. Beworben wird diese Technik damit, dass sie die Erfolgsrate der klassischen, d.h. der IVF mit einer Hormonstimulation, erhöht.

Dies ist jedoch falsch. Pro Stimulation steigt die Erfolgsrate der IVF durch ein PIS nicht, an, sondern sinkt durch die Manipulation der Embryonen wahrscheinlich sogar ab. Lediglich die Schwangerschaftsrate des ersten Transfers steigt an, da die Embryonen mit dem höchsten Schwangerschaftspotential ausgewählt werden können. Es gibt dadurch pro Stimulation und Follikelpunktion weniger Embryotransfers.

Bei einem PIS kann die Frau ggf. etwas schneller, aber nicht besser schwanger werden. Es gibt nur sehr wenige Indikationen, bei denen das PIS Sinn macht: Dazu gehören Frauen im Alter von ca. 40 Jahren mit einer hohen Ovarreserve. Da in diesem Alter die Zeit drängt, ist es sinnvoll, eine Selektion durchzuführen und möglichst nur die allerbesten Embryonen zu transferieren, um dann möglichst schnell, falls erforderlich, mit der nächstem Stimulation zu beginnen.

Bei der IVF-Naturelle® wird angestrebt, möglichst wenig Manipulationen und keine Selektion durch das Labor vorzunehmen. Auch wird das Einfrieren der Embryonen vermieden. Die Risiken einer PIS für die Kinder sind noch unklar, so dass man sich oft lieber auf die Selektion der Natur verlässt. Bei der IVF-Naturelle® macht das PIS natürlich keinen Sinn, da in der Regel nur ein Embryo vorliegt.

 


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Insbesondere in der Schweiz wird zunehmend auf das Risiko hingewiesen, dass eine IVF-Behandlung nicht nur zu einer leicht erhöhten Fehlbildungsrate sondern auch zu funktionellen Veränderungen bei den Kindern führt. Dazu gehören Veränderungen des Fettstoffwechsels, die mit einer ungünstige Verteilung des Körperfettes einhergehen und ein etwas höheren Blutdruck. Mehrere, aber nicht alle Studien zeigen auf, dass ein Zusammenhang mit der IVF-Therapie möglich ist. Definitiv gesichert ist er aber noch nicht. Auch ist unklar, ob solche Veränderungen für die Gesundheit der Kinder im späteren Leben von Relevanz sind.

Was sind die potentielle Ursachen dieser Veränderungen?

In Betracht kommen:

  1. eine Disposition der Eltern, 
  2. die Hormonstimulation bei der klassischen IVF,
  3. die Befruchtungstechnik im Labor,
  4. die Kultur der Eizellen/Embryonen nach der Befruchtung im Labor.

Faktor 1 und 3 kann man nicht ausschliessen.

Faktor 2, die Hormonstimulation, kann weitgehend vermieden werden, wenn eine IVF-Naturelle® durchgeführt wird. Mehrere Studien, inklusive einer eigenen Studie in Bern, haben gezeigt, dass die Kinder nach einer IVF ohne eine Hormonstimulation ein etwas höheres Geburtsgewicht als nach einer klassischen IVF aufweisen. Ob dies daran liegt, dass die klassische IVF zu einer genetischen Veränderung der Embryonen oder zu einer schlechteren Funktion der Gebärmutterschleimhaut führt, ist gegenwärtig noch unklar.

Auch gibt es eine grosse Studie mit 4-jährigen IVF-Kindern die zeigt, dass Kinder, die nach einer IVF ohne eine starke Hormonstimulation geboren wurden, geringere Blutdruckwerte haben als Kinder, die nach einer klassischen IVF geboren wurden.

Faktor 4 kann auch weitgehend vermieden werden. Bei der IVF-Naturelle® macht eine Embryoselektion keinen Sinn, so dass ein Embryotransfer bereits kurz nach der Befruchtung möglich ist. Dadurch ist eine längere künstliche Kultur der Embryonen im Labor nicht erforderlich.

Somit zurück zur ersten Frage:

Eine IVF scheint einen gesundheitlichen Effekt für die Kinder zu haben. Möglicherweise kann eine IVF-Naturelle® diese Risiken für die Kinder verringern. Allerdings sind noch weitere Studien erforderlich, um dies zu bestätigen. Auch ist noch unklar, ob die Effekte der IVF auf die Gesundheit der Kinder wirklich langfristig relevant sind.