Historisches

Am 25.07.78 wurde das erste Kind nach einer In vitro Fertilisation (IVF) geboren. R.G. Edwards und P.C. Steptoe aus Grossbritanien gelang es, per Bauchspiegelung eine Eizelle aus dem Ovar zu entnehmen, künstlich zu befruchten und eine Schwangerschaft sowie Geburt herbei zu führen. Die erste Schwangerschaft geht allerdings auf C. Wood und J. Leeton aus Australien zurück, die 1973 über eine erste Schwangerschaft nach einer in vitro Fertilisation berichteten. Diese führte aber zu einer Fehlgeburt.
Beide Schwangerschaften wurden ohne den Einsatz von Gonadotropinen erzielt.
Gonadotropine wurden erst in den folgenden Jahren entwickelt, um eine polyfollikuläre Stimulation, d.h. die Entwicklung einer Vielzahl von Follikeln, und durch die damit verbundene Übertragung von mehreren Embryonen eine Steigerung der Schwangerschaftsrate zu ermöglichen. 1981 wurde über die erste Schwangerschaft nach einer HMG-Stimulation und 1992 nach einer FSH-Stimulation berichtet. Um einen vorzeitigen Eisprung zu verhindern erfolgte 1982 erstmals erfolgreich der Einsatz von GnRH-Agonisten und 1991 von GnRH-Antagonisten.
Die Entwicklung dieser Medikamente haben zweifelsohne die IVF-Behandlung weiter revolutioniert. Dennoch: Die Techniken können zu Mehrlingsschwangerschaften und zu Überstimulationen führen und sie sind sehr teuer. Des Weiteren steigt inzwischen in unserer Gesellschaft das Alter der Frauen an, die erstmals eine IVF-Therapie durchführen. Mit einem zunehmenden Alter sind diese Medikamente jedoch nur noch begrenzt wirksam.
Die Optimierung der IVF-Labortechniken erlaubt es uns glücklicherweise heute, wieder zu den Ursprüngen der IVF-Therapien zurück zu kehren und auch ohne Gonadotropine eine erfolgreiche IVF-Therapie durchzuführen. Allerdings erfordert dies ein komplettes Umdenken bei der IVF-Behandlung, da viele Forschungsergebnisse, die bei der klassischen IVF erarbeitet wurden, auf die Gonadotropin-freie IVF nicht zutreffen.
In Bern haben wir der Summe der Gonadotropin-freien IVF-Therapien den Namen IVF-Naturelle® gegeben und diesen Namen schützen lassen. Eine Spezialisierung auf diese Therapien erlaubt es inzwischen, diese Behandlung so schonend und effektiv durchzuführen, dass sie für viele Paare eine Alternative zur klassischen IVF-Therapie darstellt.

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