Vergleich der IVF-Behandlungen
Klassische (normale), voll stimulierte IVF
Eingesetzt werden Gonadotropine in einer relativ hohen Dosierung (z.B. 150-300E/Tag), um ein polyfollikuläres Wachstum zu ermöglichen und somit die Anzahl gewonnener Oozyten und somit die Erfolgsrate zu erhöhen. Dazu werden GnRH-Analoga verabreicht, um einen vorzeitigen LH-Anstieg zu verhindern. Behandelt wird mit festen Stimulationsprotokollen, aufgrund derer eine IVF-Stimulation einfach durchzuführen ist. Der Nachteil dieser Therapien sind die höhere psychologische Belastung, die Behandlung mit 1-2 Spritzen pro Tag, das Risiko einer Überstimulation und das Risiko von Mehrlingen. Bei dieser Behandlung wird das eigene Hormonsystem komplett unterdrückt und durch Hormonspritzen komplett ersetzt.
Minimal stimulierte IVF
Bei der minimal stimulierten IVF werden nur sehr geringe Dosen an Gonadotropinen (z.B. 75-100E/Tag) verabreicht und diese ab einer bestimmten Follikelgröße mit GnRH-Antagonisten kombiniert, um einen vorzeitigen LH-Anstieg zu verhindern. Ggf. werden auch Tabletten wie Clomifencitrat oder Letrozol zur Unterstützung des Follikelwachstums gegeben. Somit entstehen einige wenige Follikel. Bei dieser Behandlung erfolgt das Wachstum der Follikel sowohl durch das eigene Hormonsystem als auch durch Hormonspritzen und Tabletten.
Natürliche IVF
Bei der natürlichen IVF bildet sich der Follikel nur durch eigene Hormone. Bei einer Follikelgröße von rund 18mm und bei einer ausreichenden Östrogenkonzentration wird die Ovulation mit einer Auslösespritze induziert. Bei dieser Behandlung erfolgt das Wachstum der Follikel nur durch das eigene Hormonsystem.
Um die Effektivität dieser Techniken zu erhöhen, können individualisiert u.a. Nicht-steroidale Antiphlogistika (z.B. Diclofenac), einmalige Dosen von GnRH-Antagonisten (Cetrotide©, Orgalutran© und Ganirelix©) kurz vor dem Eisprung angewendet werden.
Deutsch
Italiano
Français
English
Spanisch